#F11 Finanzsicherheit I

#F11 Finanzsicherheit I

Finanzielle Unsicherheit in finanzielle Sicherheit umwandeln!

Im Beitrag “#F1 Einstellung zu seinen eigenen Finanzen” bin ich schon einmal darauf eingegangen, das es extrem wichtig ist, sich die Zeit für seine Finanzen zu nehmen. In dieser Serie “Finanzielle Unsicherheit” gehe ich in vier Blogartikeln nochmals näher auf das Thema ein.

Eine der wichtigsten aller Fragen zum Thema Finanzen ist:

Wie viel Zeit investierst du in deine Finanzen?

Obwohl wir immer und überall Geld benötigen, investieren wir kaum Zeit dafür. Wir haben bestimmte Hochphasen, wie wenn die Waschmaschine kaputt gegangen ist, wir ein neues Auto benötigen, eine Eigenheim erwerben möchten oder ein Geburtstag ansteht. Meistens beschäftigen wir uns mit den Finanzen, wenn es zu spät ist. Viele machen sich nicht die Mühe sich längerfristig damit auseinanderzusetzten, um für die Hochphasen, in denen wir viel Geld benötigen, vorzusorgen.

Wir setzen uns das ganze Leben unter Stress, wenn wir uns nicht mit unseren Finanzen auseinandersetzen. Wir erhöhen unterbewusst das Risiko Unsicherheiten zu erzeugen, die sich ziemlich schnell und gravierend auf unsere anderen Lebensbereiche auswirken können. Des Weiteren wird die Unsicherheit verstärkt, weil wir deutlich mehr dazu neigen Verlustängste zu erleben und wir dadurch noch tiefer in ein Tal abrutschen können. Wir wollen uns auch nicht damit beschäftigen, weil es sehr mühsam ist und wir uns an gewisse Themenbereiche nicht herantrauen.

Zum Beispiel die Investition in Aktien oder das wir nicht wahrhaben wollen wie viel wir eigentlich wirklich ausgeben. Oft sind viele Ausgaben unnötig und durch einfache Tricks kann man eine Menge Geld sparen. Doch wir wollen gewisse Angewohnheiten nicht ablegen. Der persönliche Status muss schließlich gehalten werden. Wir befinden uns häufig in einer Teufelsspirale. Durch etwas Ordnung in den Finanzen können wir ziemlich schnell ein Finanzpolster aufbauen, finanziell vorsorgen und die finanzielle Unsicherheiten in Sicherheiten umwandeln. Darüber hinaus können wir sogar mit etwas Arbeit und Zeit auf finanziellen Wohlstand hinarbeiten oder langfristig gar finanzielle Freiheit anstreben.

Ich habe mich auch lange nicht an die Thematik Finanzen heran getraut. Ich hatte immer Bedenken, dass wenn ich etwas falsch mache, ich ziemlich schnell pleite bin und dass ich lieber das Wenige was ich habe behalte, bevor ich es auf das Spiel setze.

Doch leider wird das Wenige, das man auf der hohen Kante hat, in der heutigen Zeit ziemlich schnell dahinschmelzen. Mietpreise und Lebenshaltungskosten steigen. Immer mehr zusätzliche Ausgaben werden von uns verlangt, wie beispielsweise für die Umwelt oder die private Altersversorge. Und sind wir einmal ehrlich, steigt der Lohn nicht mehr so schnell wie die Ausgaben, die wir heutzutage immer mehr auf uns nehmen müssen. Die Kaufkraft sinkt und unser Geld wird immer weniger wert. Dementsprechend müssen wir gegensteuern.

Früher konnte eine Person seine ganze Familie ernähren und trotzdem war es möglich in den Urlaub zu gehen oder sich etwas zu leisten. Ich komme aus einer Familie, wo ein Alleinverdiener das Geld nach Hause brachte. Mein Vater war bei uns der Alleinverdiener und meine Mutter hat uns drei Kinder groß gezogen. Meine Eltern war es wichtig, dass jemand zu Hause ist, wenn wir von der Schule kommen und somit sie die Erziehung aktiv mitgestalten konnten. Sie hatten die Möglichkeit uns gezielt zu fördern und konnte uns jederzeit unterstützen.

Meine Eltern hatten oft auch die Möglichkeit ab und zu finanziell über die Stränge zu schlagen. Klar gibt es Phasen wo es als Alleinverdiener früher schon schwer war hatten, aber im Vergleich zu heute ist es deutlich schwieriger. Heutzutage ist es schon bei einem Kind schwierig Alleinverdiener zu sein.

Wenn man sieht das ein Alleinverdiener beispielsweise 2200 € netto verdient (was schon für manche viel sein kann) plus Kindergeld gerundet etwa bei 200 €. Insgesamt somit gerundet 2400 € Netto. Jetzt kommen Mietkosten beispielsweise von 1000 € bei einer drei Zimmer Wohnung in Kleinstadtnähe hinzu. Ebenfalls Kosten für Kindergarten von 400 €, vorausgesetzt man bekommt heutzutage rechtzeitig einen Platz, plus Lebensmittel 400 € sowie Kosten für ein Fahrzeug für 360 € monatlich sind wir hier schon allein bei 2260 €. Da sind noch keine Versicherungen für die Wohnung, Rechtschutz, Berufsunfähigkeit oder ähnliche Versicherungen berechnet, geschweige das Freizeitprogramm, das sparen für das Alter oder sonstiges Ausgaben, die anfallen können.

Kein Wunder das viele ihr Weniges zusammenraffen und dieses nicht verlieren möchten. Sie fühlen sich unsicher ihr Geld in Aktien oder irgendwelchen anderen alternativen Möglichkeiten zu investieren. Ich verstehe diejenigen die Angst davor haben das Geld zu verlieren, ich verstehe aber diejenigen nicht, die sich damit nicht auseinandersetzen möchten. Ich möchte appellieren, dass es sich lohnt sich mit dem Thema Finanzen auseinandersetzen. Du musst nicht von null auf hundert in irgendwelche dubiosen Aktien investieren. Du sollst dich Schritt für Schritt mit Thema auseinandersetzen und etwas Zeit investieren. Mittlerweile bietet das Internet viel kostenloses Wissen, dass für die ersten Schritte notwendig ist.

Somit habe ich im ersten Schritt all meinen Mut zusammengefasst, um dieses Thema anzugehen. Für mich sind Finanzen einer der wichtigsten Pfeiler unseres Lebens, den man unbedingt stärken muss. Um meine Unsicherheit zu dem Thema loszuwerden habe ich als erstes an meinen Laptop gesetzt und recherchiert. Ich habe nur in Foren, Blog oder auf Internetseiten gelesen, wie ich Geld im täglichen Alltag einsparen kann oder was für Möglichkeiten es überhaupt gibt, Geld sinnvoll anzulegen. Nach links und nach rechts zu sehen, die Erfahrungen, Fehler und Erkenntnisse aufzusaugen, hat mir sehr viel geholfen meine eigene Strategie, angepasst an mein Leben, aufzubauen.

Wichtiger Hinweis am Rande: eine Stunde Recherche wird nicht reichen. Um die Grundlagen zu verstehen und um filtern zu können was für Informationen dir helfen und was Schrott ist, gehen locker über hundert Stunden ins Land. Aber was sind schon 100 Stunden, wenn du noch 20, 30, 40, 50 oder sogar noch mehr Jahre vor dir hast?! Ich kann dir empfehlen, nehme dir die Zeit, die du brauchst. Wenn du zu ungeduldig bist und ohne großen Kenntnisse investierst, wirst du höchstwahrscheinlich Geld verlieren.

Mir hat es geholfen eine Ideensammlung schriftlich zu erstellen, mit Themen die ich gelernt habe, mir nochmals genauer ansehen möchte und Themen, bei denen ich erst praktische Erfahrungen sammeln muss, um diese neu zu bewerten.

Fortsetzung folgt #F12- Finanzielle Unsicherheit -Teil II

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