#A15 Sich selbst sehen III

#A15 Sich selbst sehen III

Baue Routinen und Gewohnheiten auf, um mehr Selbstsicherheit zu bekommen

Für mich sind Routinen und Gewohnheiten für den Alltag extrem wichtig. Durch die Routine gewinnen wir öfters Ruhephasen und Zeit für uns selbst. Wenn du keine Routinen hast, solltest du damit anfangen dir welche zu schaffen. Die Vermeidung von Stress und zu vielen neuen Herausforderungen kannst du gezielt durch deine Routinen und Gewohnheiten entgegenwirken. Im Alltag wird dir die Routine helfen deine Unsicherheit durch deine Selbstsicherheit zu ersetzen.

Wenn in deiner Lebenssituation nicht die notwendige Ruhe einkehren kann, musst du dir überlegen ob du radikalere Schritte gehen musst. Vielleicht musst du dir deine Eckpfeiler im Leben neu stecken. Das heißt, du musst gezielt im Leben deutliche Veränderungen zum Beispiel im Bezug zu deiner jetzigen Arbeit, deiner Familie, deinem Partner oder deiner Gesundheit treffen, um aus der angespannten Situation auszubrechen und die notwendige Ruhe zu erlangen.

Beispielsweise versucht du Routine bei der Arbeit zu gewinnen. Aber durch unruhige Phasen im Unternehmen, wie beispielsweise Fusionen, andauernder Wechsel vom Management, laufend ändernde Prozesse und allgemeine Unzufriedenheit besteht keine Möglichkeit diese zu gewinnen.

Vielleicht hast du Angst einen Job zu wechseln, weil du der Meinung bist, es könnte nur auch deutlich schlimmer werden. Wiederum bist du der Meinung, dass du die notwendige Ruhe nicht bekommst, wenn du bleibst. Du befindest dich in einer Zwickmühle.

Jedoch solltest du positiv an dich Sache rangehen und aktiv die Veränderung suchen und vielleicht sogar mehr zusätzliche Unsicherheiten im ersten Schritt in Kauf nehmen. Nur durch ein gewisses Risiko kannst du dich verändern, dir neue Möglichkeiten schaffen und etwas in deinem Leben verbessern, sonst wirst du immer auf der Stelle treten.

Manchen fällt es leicht, anderen schwerer…

Es gibt Menschen, die ohne Probleme und mit Leichtigkeit aus ihren Gewohnheiten tagtäglich ausbrechen und Risiken in Kauf nehmen. Für uns, die oft Unsicherheiten im Leben verspüren, ist es schwer zu begreifen warum diese Personen unbesorgt neuen Risiken entgegentreten und alte Gewohnheiten schneller ablegen.

Sie können mit Risiken und ständig veränderten Situation besser umgehen. Ihre Routine besteht darin neue Wege zu gehen, Risiken abzuschätzen und falls etwas nicht nach Plan funktioniert, konstruktiv damit umzugehen. Somit kannst du dich an starke Veränderungen im Leben anpassen, die anschließend mehr und mehr zur Routine und Gewohnheiten werden.

Wir müssen uns den notwendigen Mut holen, alte Gewohnheiten fallen zu lassen, um neue Gewohnheiten erlernen und erleben zu können. Nur so können wir uns die notwendige Ruhe im Alltag erarbeiten, um Routinen und Gewohnheiten im Alltag auszubauen oder zu optimieren. Neue Gewohnheiten zu erschaffen ist erlernbar.

Grenzen verschieben bedeutet mehr Sicherheit…

Wenn man seine eigenen Grenzen verschiebt, können die alltäglichen Unsicherheiten zu einer Sicherheit umgewandelt werden und die neuen Unsicherheiten die uns entgegentreten werden machbarer. Nur wer bewusst Grenzen verschiebt kann daran wachsen und sich neuen Herausforderungen oder Unsicherheiten stellen.

Beispielsweise habe ich schon immer großen Respekt vor dem Fliegen gehabt. Das rührt wahrscheinlich aus meiner Kindheit her, wo ich mit meinen Eltern im Auto in den Urlaub gefahren bin. Wir sind immer früh aufgestanden und mir wurde immer schlecht. Die Reisekrankheit hatte mich die ganze Hinfahrt im Griff. Durch die Vorfälle hat sich bei mir eine innere Blockade aufgebaut und daraus hat sich eine Unsicherheit zu Autoreisen entwickelt.

Früher habe ich gedacht mit dem Flugzeug zu fliegen ist noch schlimmer. Noch weniger Kontrolle noch eine größere Unsicherheit. Somit traute ich mich nicht, das erste Mal in ein anderes Land zu fliegen. Ich hatte Angst, dass mir das gleiche passiert wie bei den Autofahrten.

Ich habe mich selbst motiviert und zu mir selbst immer und immer wieder gesagt, dass fliegen weniger schlimm als Auto fahren ist. Ich habe versucht mich zu überwinden, die Barriere zu überwinden und die Grenzen meiner Komfortzone bewusst zu verschieben, in der Hoffnung, dass ich zu mehr Sicherheit bekomme.

Beim ersten Flug war ich sehr nervös und fühlte mich total unsicher. Ich war kurz davor die Reise nicht anzutreten. Die Reise anzutreten hat mich einiges an Überwindung gekostet. Meine Neugier und die Hoffnung auf mehr Lebensqualität waren allerdings stärker. Ich wollte wissen, was passiert wenn ich einmal geflogen bin.

Nach dem ich den ersten Flug gut hinter mich gebracht habe, war ich erleichtert und habe einen Fortschritt und den Erfolg bewusst wahr genommen. Ich bin auf ein neues Level gestiegen und war stolz meine Grenze verschoben zu haben.

Nach dem zweiten Flug ohne größeren Vorkommnisse, entsteht schon eine gewisse Routine. Es wird zur Gewohnheit mit einem Flieger von A nach B zu fliegen. Umso öfters ich nun fliege, umso leichter fällt es mir zu entspannen. Beim letzten Flug bin ich sogar eingeschlafen. In einer Situation, in der ich früher gestresst war und sehr viel Energie verloren habe, habe ich mich entspannt.

Wenn jetzt etwas Unvorhergesehenes passieren würde, beispielsweise wird ein Flug gecancelt und man muss auf einen neuen ausweichen, kann ich mit dieser Situation nun leichter umgehen. Erstens, man hat die Unsicherheit vor dem Fliegen verloren und zweitens lernt man mit jeder neu überwunden Unsicherheit neue Wege und Prozesse um neue Unsicherheiten frühzeitig zu erkennen und diese gezielt im Keim zu ersticken. Eine weitere nützlich Routine und Gewohnheit in unserem Alltag.

Die Situation lässt sich auf viele alltägliche oder sogar für manche total normale Situationen reproduzieren. Du kennst bestimmt ähnliche Situationen in denen du dich gleich fühlst wie ich mich gefühlt habe. In solchen Situationen musst du dich persönlich einschätzen können und aus der Situation heraus direkt an dir arbeiten, um die Situationen erfolgreich zu meistern.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass junge Menschen, die schon viel erlebt haben oder ältere Menschen, die durch die Zeit viel erlebt haben, in manchen Situationen deutlich gelassener und intelligenter reagieren. Sie haben mittlerweile einfach mehr Routine und Gewohnheiten, die sie gelassener auf neue Herausforderungen reagieren lässt. Somit kann man sagen, umso mehr Routinen und Gewohnheiten du hast, umso gelassener und erfolgreicher wirst du ebenfalls mit neuen Herausforderungen umgehen und eine starke, undurchdringbare Selbstsicherheit aufbauen.

Fortsetzung folgt siehe “Sich selbst sehen und verstehen – Teil IV”

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