Junges Ich

Der Rat für mein junges Ich

Was würde ich meinem jüngeren Ich empfehlen?

1. Finanzielle Bildung aneignen

In der Schule wird bewusst oder unbewusst wenig über die eigene finanzielle Bildung gesprochen. Warum ist das so? Das kann ich leider nicht beantworten. Wenn es nach mir geht, würde jeder von mir einen Crash Kurs erhalten. Warum ist es wichtig in jungen Jahren anzufangen zu sparen? Was bedeuten fünf Jahre Unterschied im Vermögensaufbau? Warum ist es sinnvoll ein Haushaltsbuch zu führen? Warum ist es wichtig seine Ausgaben und Einnahmen zu kennen?

Zinseszins – Berechnung

Hier ein einfaches Beispiel zum Vermögensaufbau: Ich bin 20 Jahre alt, spare jeden Monat 150 Euro und erhalte sehr konservativ gerechnet im Durchschnitt 5% Zinsen. Im Alter von 67 Jahren habe ich dann knapp 340.000 Euro zur Verfügung. Eingezahlt wurden über die Jahre nur knapp 84.600 Euro und die Zinsen belaufen sich auf 255.000 Euro.

Der Rat für mein junges Ich

Vergleichen wir das mit jemanden der erst mit 30 Jahren anfängt 150 Euro zu investieren. Das heißt, derjenige hat 37 Jahre Zeit zu investieren und somit 10 Jahre weniger. Man hat knapp 18.000 Euro weniger eingezahlt, als wenn man mit Anfang 20 begonnen hätte. Das entspricht prozentual 27 % weniger. Jedoch sind es knapp 120.000 Euro weniger an Zinsen, die man erhalten hat. Das bedeutet man hat 100% weniger an Zinsen nur weil man 10 Jahre später angefangen hat.

Der Rat für mein junges Ich

Die einzige Möglichkeit, um das Auszugleichen ist eine höhere Sparrate. Statt 150 Euro im Monat muss man monatlich 266 Euro aufbringen, um auf das gleiche Ergebnis zu kommen. Das heißt, 116 Euro weniger, die ihr für euren täglichen Lebensunterhalt habt.

Der Rat für mein junges Ich

Frühe Investitionen sind entscheidend….

Mein Fazit daraus ist, dass wenn ich früher angefangen hätte zu investieren, müsste ich nun nicht so viel sparen. Den ein oder andere Konsumkauf in jungen Jahren hätte ich mir wahrscheinlich auch erspart, um einmalig zu investieren mit dem Gedanken, dass ich mir dann schon mit Anfang 30 mehr leisten könnte, als nun in meiner aktuelle Situation.

Ein weiteres Learning ist, dass man auch mit kleinen Beträgen viel erreichen kann, wenn man konstant und geduldig an der Sache dran bleibt. Man benötigt keine tausende Euro, um sich Vermögen aufzubauen. Die Zeit und die Geduld hilft einem vermögend zu werden. Natürlich ist das nicht immer ausreichend, je nach dem was man für einen Lebensstandard erreichen möchte. Das führt uns allerdings zu Punkt 2)

Wie ich 5 % Zinsen erhalte? Wo muss ich investieren, um das auf lange Sicht zu erreichen? Ich nutze beispielsweise breit diversifizierte ETFs, die ich mit wenig Aufwand passiv bespare. Mehr über ETFs erfährst du hier -> ETFs – Exchange Traded Fund

Den Zinseszinsrechner von Finanzfluss findest du hier -> Zinseszinsrechner Finanzfluss

Wie habe ich mich finanziell weitergebildet?

Ich habe mich hauptsächlich über das Internet informiert. Heutzutage gibt es so viel kostenloses Wissen, dass man problemlos zu jeder Tageszeit abrufen kann. Angefangen über Youtube Videos, über Folgen von Finanzaccounts bei Instagram bis zu Finanzbüchern. Jeder Wissensquelle hat ein wichtiges Puzzleteil dazu beigetragen, wie ich anfangen muss zu investieren und was es zusätzlich zu einem Job als Angestellter für Möglichkeiten gibt selbstständig Geld zu verdienen.

Ein paar Finanzaccounts habe ich auf meinem Blog verlinkt.

Mit dem zweiten Punkt muss ich mich auf jeden Fall noch etwas tiefsinniger beschäftigen, aber ich bin auf einem guten Weg.

Das Wichtigste ist anzufangen, nicht ängstlich zu sein und einfach neue Dinge im Leben auszuprobieren. Denn dann lernt man am Besten. Seht das Leben wie ein Spiel. -> Blogbeitrag zur Motivation.

2. Baue dir mehrere Einkommenströme auf

Wie schon öfters auf dem Blog erwähnt, ist es extrem wichtig nicht nur von einem Einkommensstrom zu leben. Viele von uns gehen als Angestellte arbeiten und erhalten monatlich ein Gehalt. Manche besitzen noch einen Minijob auf 450 Euro Basis. Das entspricht der Norm.

Das heißt, man ist stark abhängig von der einen Einnahmequelle und darauf angewiesen diese mit aller Energie zu erhalten. Das schränkt natürlich stark ein. Da man hier aktiv seine Zeit gegen Geld tauschen muss und für andere Dinge im Leben weniger Zeit hat. Die Kreativität ist gehemmt und weil man auf das Geld angewiesen ist geht man gewisse Risiken erst gar nicht ein. Die Chancen sich zu entfalten oder dass zu machen was einem Spaß macht, werden dadurch eingeschränkt.

Umso wichtiger ist es so früh wie möglich zusätzliche aktive und passive Einnahmenquellen aufzubauen. -> Mehr Gedanken zu mehreren Einkommensquellen findest du hier -> Mehrere Einkommensquellen.

3. Verschiebe nicht alles auf „Morgen“

Viel zu oft nehmen wir uns etwas vor und verschieben es auf morgen oder auf nächste Woche oder auf jedes Jahr. Ich selbst habe mich früher ertappt, wie ich immer Dinge vor mir her geschoben habe. Ich hatte entweder keine Lust oder keine Zeit. Es sucht mir immer eine Ausrede, weil das der bequemere Weg war und ist.

Teilweise habe ich stundenlang Bücher zu einem Thema gelesen und gesagt ich muss mich zu hundert Prozent vorbereiten. Ich will nicht, dass etwas schief geht, wenn ich damit anfange. Wenn ich zurücksehe hätte ich wahrscheinlich mit manchen Themen erst gar nicht angefangen.

Theorie darf nur eine Unterstützung sein. Arbeiten, die du von vorne herein blockst oder mit etwas Negativem behaftest, fallen dir schwer zu erledigen. Ich habe auch nicht immer Lust auf manche Arbeiten. Aber Sie müssen einfach gemacht werden. Das heißt konkret, Ausreden bringen dich nicht weiter.

Komme in die Umsetzung…

Du musst selber in die Umsetzung kommen und alles in die Praxis umsetzen. Dadurch wirst du viel mehr lernen und wirst froh sein, wenn du unangenehme Arbeiten hinter dir lassen kannst. Wenn du von unangenehmen Arbeiten befreist bist, wirst du gelassener und kreativer. Das wirkt sich positiv auf dein Leben und deine Arbeitsweise aus.

Es gibt einen Spruch. Du kannst nicht gleich eine reife, goldgelbe Banane ernten. Der Bananenbaum und deren Blüten müssen heranwachsen und bilden das Fundament bevor die Pflanze Früchte tragen kann. Sobald die Frucht wächst wird sie unreif sein und grün, jedoch mit der Zeit immer reifer und gelber werden, je älter sie wird und umso mehr Nährstoffe sie bekommt.

Ich finde das ein passendes Beispiel. Man muss selbst etwas dafür tun, um zur gelben Bananen zu gelangen. Zur süßen Frucht des Erfolges. Nichts zu tun, bringt dich nicht weiter.

Sobald du eine Idee hast, die du umsetzen möchtest oder du etwas änderst möchtest, dann fange sofort an. Du wirst merken, dass du Fehler machst, du vielleicht einige Umwege benötigst. Jedoch wirst du auch mit deinen Erfahrungen wachsen und schlussendlich Erfolg haben. Ich selbst bin noch grün, aber weiß, dass umso mehr Nährstoffe ich zu mir nehme, ich schneller wachse und schneller zu ersten Ergebnisse gelange.

4. Schnell sein lohnt sich! Wer zögert verpasst eine Chance nach der anderen

Mir hat meine bisherige Erfahrung gezeigt, dass wenn man schnell ist und Chancen schneller wahr nimmt, man deutlich höhere Erfolge ziehen kann. Man muss eine gewisse Risikobereitschaft entwickeln und seine Hemmungen in den Griff bekommen. Man muss mental vorbereitet sein, auch größere Herausforderungen anzunehmen.

Wenn man lange überlegt und zögert, verliert man mehr. Man verpasst deutlich mehr Chancen. Darum lohnt es sich schnell zu sein. Schnell seinen Pflichten nachzugehen, schnell seine Arbeiten erledigen, schnell zu reagieren, wenn es darauf ankommt.

Wenn man zögert, verliert man automatisch Selbstbewusstsein und wird unsicher. Durch Grübeln und langes Nachdenken verschlimmert man die Situation und wird automatisch noch langsamer.

Klar, man sollte nicht alle Hals über Kopf stürzen. Rationale Entscheidungen, Wissen und deine Erfahrungen entscheiden über schnelles Handeln.
Wenn du viel über deine Persönlichkeit lernst, kannst du schneller handeln und dir einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Der eine Schritt voraus macht dich stets erfolgreicher.

Das waren meine vier wichtigsten Punkte, die ich meinem jüngeren Ich empfehlen würde. Hat es dir gefallen, dann lese gerne auch – 5 Dinge, die ich jedem empfehlen würde.

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