#A13 Sich selbst sehen I

#A13 Sich selbst sehen I

Sich selbst sehen und verstehen! Teil I

Im ersten Schritt ist es wichtig, sich selbst zu verstehen und selbst zu sehen. In der heutigen Zeit werden häufig nur die Erfolge von Anderen gesehen. Egal, ob es der Nachbar mit seinem neuen Auto, der Kollege der beliebter beim Chef ist oder ein Prominenter der machen kann was er will, weil er einen besonderen Status in der Gesellschaft genießt und viel Geld hat.

Die meisten Personen, die ihr in euren Beispielen wiederfindet, mussten ihren Status oder die materiellen und gesellschaftlichen Vorzüge hart erarbeiten und arbeiten noch mehr daran diese zu erhalten. Das muss uns bewusst sein und sollte man immer im Hinterkopf behalten. In manchen Punkten eures Lebens wird es euch Überwindung kosten euch zu hinterfragen, wo ihr gerade steht und was ihr bisher für Erfolge zu verzeichnen habt. Es wird Bereiche geben, wo ihr mit euch unzufrieden seid, ihr euch nicht damit auseinandersetzen möchtet und Dinge verdrängt, weil ihr Angst vor möglichen Konsequenzen habt.

Zur Beruhigung: Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, in welchem Land er lebt oder was für ein Status die Person hat, jedem fällt es schwer die Dinge anzugehen. Das liegt in der Natur des Menschen. Wenn wir in eine Situation geraten, die uns unangenehm ist, wird unser Fluchtinstinkt aktiviert.

Ich kann dir nur raten: Überwinde dich, auch wenn es nicht leicht sein wird, dir wird es dadurch deutlich besser gehen. Allein der Versuch beziehungsweise dass du dich überwindest, wird dich positiv stimmen und motivieren weiter über deinen Schatten zu springen.

Die negative Vorgehensweise ist häufig abhängig wie wir Situationen, Gefühlseindrücke und Probleme hinterfragen. Oft stellen wir uns die falschen Fragen, getrieben durch die heutige Gesellschaft und die neuen Medien, die wir nutzen.

Wir stellen uns oft Fragen, wie beispielsweise was haben die anderen was ich nicht habe. Wie kann er oder sie sich so ein Haus leisten oder so ein Auto, warum sieht er oder sie immer so glücklich aus, warum hat er oder sie so viele Freunde und ich nicht, wieso finde ich nicht so einen Partner wie er oder sie. Die Liste kann endlos weitergeführt werden.

Im Endeffekt bringt dir diese Auflistung nichts, rein gar nichts. Ich habe auch immer im negativen Sinne auf Andere gesehen, die gefühlt mehr hatten als ich, bis ich festgestellt habe, dass wenn ich mich auf mich selbst konzentriere einen deutlichen größeren Erfolg vorweisen kann. Wenn ich nun auf Andere sehe, dann nur um von ihnen zu lernen und das Positive zu sehen. Wenn ich mich auf mich konzentriere, verstehe wie die Anderen zum Erfolg gekommen sind und das umsetze, kann ich mit Anderen locker mithalten oder sie sogar übertreffen. Es gilt die Energie für sich selbst, für seine eigenen Projekte aufzubewahren und im richtigen Zeitpunkt zu nutzen.

Du musst dich selbst hinterfragen. Wann hast du dir Gedanken über deinen eigenen Erfolg gemacht, wo du dich verbessern möchtest, du dringenden Handlungsbedarf hast oder Verbesserungen in deinem Leben notwendig sind. Damit meine ich nicht, dass du dir jeden Fehler selber vorhältst und aufzählst was bisher alles schlecht in deinem Leben gelaufen ist, was du jeden Tag falsch machst oder nur dem Unzufriedenen-Ich zu hörst, wo dir sagt ich habe das nicht oder ich kann das nicht. Du musst deine Schwächen und Fehler, die du in der Vergangenheit gemacht hast, kennen. Doch solltest du jedem Fehler immer etwas Positives abgewinnen und dankbar für jeden Fehler sein den du machst.

Nehme deine Erfolge bewusst wahr und arbeite mit Ihnen

Versuche im ersten Schritt aufzulisten, was du bisher im Leben erreicht hast. Du wirst sehen das sind einige Punkte über die du lange nachdenken musst, weil du diese verdrängt und noch nie oder nur wenig darüber nachgedacht hast. Erfolge können kleine Dinge im Leben sein. Beispielsweise habe ich noch nie einen Termin verpasst und ich war bisher immer pünktlich, ich habe noch nie den Geburtstag von meinem Partner vergessen oder ich bin gerade das erste mal fünf Kilometer am Stück gejoggt, ich bin das erste mal hundert Kilometer mit dem Auto gefahren, ich habe meinen Schullabschluss erfolgreich beendet und vieles mehr.

Gehe bei der Auflistung ruhig ins Detail. Du gewinnst dadurch eine gewisse Selbstzufriedenheit und eine Motivation, dich mit deinen Erfolgen auseinanderzusetzen. Richtig! Auch kleine Erfolge sind Erfolge!

Durch Auflistungen siehst du dich in einem anderen Blickwinkel und kannst deine bisherigen Erfolge unterschiedlich beurteilen. Du siehst, wie viel du erreicht hast und auf was du stolz sein kannst. Die Auflistung hilft ebenfalls beim verstehen deiner „Schwächen“, deiner Unsicherheiten.

Jedoch solltest du diese nur am Rande wahrnehmen und dir bewusst sein, dass du Schwächen hast und in welchen Bereichen diese zuzuordnen sind. Es ist wichtig diese von deinen Stärken abzugrenzen. Du solltest aber im ersten Schritt nicht versuchen deine Schwächen in Stärken umzuwandeln. Das würde dich zu viel Mühe und Energie kosten. Um deine Schwächen brauchst du dich erstmals nicht zu kümmern. Sie werden bedeutungsloser, wenn du deine Stärken ausbaust und immer mehr Erfolge erzielst. Wenn du deine ersten Erfolge erzielt hast und dein Selbstbewusstsein gestärkt hast, dann ist die Zeit gekommen dich um deine Schwächen zu kümmern und deinen schwersten Herausforderungen zu stellen.

Aber zuerst, um strategisch vorzugehen, solltest du versuchen aus der Liste von Erfolgen ein bis zwei heraussuchen, die du ausbauen möchtest, an denen du dir vorstellen könntest daran zu arbeiten, sie zu stärken. Du wirst merken, deine Zufriedenheit wird beim Ausbau deiner Erfolge zunehmen. Die Steigerung ist wichtig, um dich mit deinen Unsicherheiten selbstbewusster auseinandersetzen zu können.

Wenn du deine ein bis zwei Ziele erreicht hast solltest du im zweiten Schritt eine Liste erstellen mit Themenbereichen in denen du dich unsicher fühlst oder unzufrieden bist, wie beispielsweise Job, soziales Umfeld, Finanzen, Partnerschaft, Gesundheit und Fitness, in den Themen. Zum Beispiel kannst du finanzielle Themen in Abzahlung des Hauses, der Wohnung, Kreditaltlasten oder Konsumschulden unterteilen. Die Auflistung hilft dir einen Überblick zu verschaffen, wo du noch deine Potentiale sinnvoll ausschöpfen kannst oder dir erstmals etwas erarbeiten musst. Vielleicht sind es nur wenige Bereiche wo du dich unsicher fühlst, vielleicht sind es aber viele Bereiche wo du dich unsicher fühlst.

Das Wichtigste bei der Auflistung ist, dass du versuchst alles vollständig zu erfassen und du dich nicht von der Liste erschlagen, runterziehen lässt oder sogar sagst ich kann das nicht und schlussendlich schon bei der Auflistung aufgibst. Wir wollen versuchen an uns zu arbeiten und in kleinen Schritten die Unsicherheiten beseitigen. Nur so können wir selbstsicherer, zufriedener und erfolgreicher werden als wir es jetzt schon sind.

Wenn du die Auflistung erstellt hast, musst du dir diese in kleine machbare Arbeitspakete aufteilen und diese nach Schwierigkeiten priorisieren. Du fängst mit den Arbeitspaketen an, die am einfachsten sind und steigerst dich langsam aber sicher zu den schwierigen Arbeitspaketen. Dadurch, dass du mit den einfacheren Arbeitspaketen anfängst, entwickelst du eine gewisse Vorgehensweise, die dir bei der Bearbeitung der schwierigen Arbeitspakete helfen wird. Du wirst diese dann leichter bearbeiten können.

Bei der Bearbeitung solltest du beachten, dass du nicht alle Themen gleichzeitig beginnst. Bearbeite Schritt für Schritt und ein Paket nach dem anderen. Falls du bei einem Paket keinen Fortschritt erzielst, lass die Aufgabe ein paar Tage ruhen und versuche es erneut. Das Wichtigste ist, dass du nicht gleich aufgibst und darauf beharrst. Wenn du dann noch immer nicht weiter kommst, überlege dir wer dir dabei helfen kann das Arbeitspaket zu lösen. Wenn das auch nicht hilft, stelle das Arbeitspaket zurück und versuche es nachdem du ein anderes bearbeitest hast nochmal zu bearbeiten.

Das Wichtige beim Zurückstellen ist, dass du ein Schritt zurück gehst und dir nochmal ein Arbeitspaket vor nimmst, von dem du weißt dass du es erfolgreich bearbeiten wirst. Gibt es kein Arbeitspaket, bei dem du sicher sagen kannst, dass du es mit Erfolg abschließen kannst, solltest du deine Liste überarbeiten und neue Arbeitspakete definieren. Wenn der Fall auftritt, wirst du wahrscheinlich schon einige Punkte abgearbeitet haben. Wenn du das ausgewählte Arbeitspaket abgearbeitet hast kannst du, je nachdem wie du dich fühlst, noch ein weiteres einfacheres Arbeitspaket zur Sicherheit bearbeiten. Anschließend versuchst du erneut das Arbeitspaket zu bearbeiten, das du zurückgestellt hast. Versuche auf einen anderen Weg das Ziel zu erreichen, dann kommt der Erfolg von alleine.

Durch die Abarbeitung wirst du mit der Zeit positiver gestimmt sein und die Belastungen, die dich unsicher machen, werden zunehmend verschwinden. Du wirst dadurch einen positiven Effekt spüren. Durch die Bearbeitung und den Lernprozess den du durchläufst, wirst du Erfahrungen sammeln, die dir bei der Abarbeitung weitere Arbeitspakete helfen werden. Du kannst immer schwierige und herausfordernde Aufgaben annehmen und dein Träume verwirklichen. Ich habe mich beispielsweise getraut, nach einer gewissen Zeit meinen Job aufzugeben und einen neuen anzufangen, mich nebenbei selbständig gemacht und mir neue, komplexere Ziele gesetzt, die ich früher für unmöglich gehalten habe.

Fortsetzung folgt unter „Sich selbst sehen und verstehen- Teil II“

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